Matriarchat - was ist das eigentich genau?

Vortrag, Klang- und Heilungs-Workshop
Ort: Kreml Kulturhaus
Beginn: , 21. 2017 14:00
Ende: , 21. 2017 18:30

Kurzbeschreibung

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Dozentinnen:
Birgit Weidmann, Künstlerin, Autorin
Isabell Orrillo-Hartl,  Sängerin, Trauerrednerin und Sterbeamme

Veranstaltungsort:  
Kreml Kulturhaus, Burgschwalbacher Str. 8, 65623 Hahnstätten/Zollhaus
www.kreml-kulturhaus.de

Anfahrt: www.kreml-kulturhaus.de/sofindensieuns.html

Kursgebühr:
10,15, 18 €, je nach Einkommen, Selbsteinschätzung
Der Preis kann so gering gehalten werden, da die Veranstaltung vom Land Rheinland Pfalz gefördert wird.

Verpflegung:
Getränke sind käufich zu erwerben, Wasser und Tee ist frei, Essen bitte mitbringen.

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Wir freuen und auf Euch!

Birgit und Isabell

Inhalte, Anliegen und Ziel:
Unsere Kultur ist patriarchal geprägt. Daraus folgt, dass die männlichen Leitbilder immer noch eine viel stärkere Durchsetzungskraft besitzen als die weiblichen. Noch immer kennen wir alle einen obersten, ersten Gott, der eindeutig männlich gedacht und gefühlt wird. Noch immer gilt in vielen Familien der Vater als das Oberhaupt der Familie, noch immer ist unser Denken und unsere Organisationsstruktur in Kommunikation und Institution/Wirtschaft/Politik stark linear-hierarchisch oder pyramidal-hierarchisch und autoritär geprägt. Eine andere Form ist für uns noch immer nicht denkbar oder vorstellbar.

Ein weit verbreitetes  Missverständnis besteht in der Annahme und Behauptung - das Matriarchat sei das Gegenteil vom Patriarchat. Daraus wird gefolgert: "Wer will denn von Frauen beherrscht werden? Die sind ja noch schlimmer als die Männer, oder mindestens nicht besser!" Heute setzen sich zwar immer mehr Frauen in Positionen mit leitenden Aufgaben durch, allerdings nutzen diese Frauen meist die Methoden des Patriarchats um aufzusteigen, Anerkennung zu erlangen und um zu leiten oder herrschen. Sie besinnen sich noch nicht auf ihre femininen, matriarchalen Wurzeln, die die wenigsten überhaupt kennen.

Doch der Gedankengang ist in sich komplett falsch, denn das Matriarchat ist nicht das Gegenteil vom Patriarchat, sondern seine Vorläuferkultur. Das Patriarchat hat sich aus dem Matriarchat entwickelt, und es schaut so aus, als ob das Patriarchat eine Verwahrlosung des Matriarchats ist, da den Frauen überall ihre traditionellen Aufgaben entzogen wurden. Traditionell im Matriarchat sind die Frauen die Hüterinnen des Landes und des Altars und damit der Sorge für das leibliche Wohl sowohl der Natur, der Umwelt als auch der Körper aller Lebewesen inklusive der menschlichen Sexualität  - und für die Sorge des spirituellen Wohl ebenfalls für alle(s). Die Umweltzerstörung ist also genau genommen eine Verwahrlosungserscheinung, ebenso alle Religionskriege und alle  entwürdigenden sexuell-perversen Praktiken. Das alles entstand aus der Demontage der Frauen, insbesondere der unterweisenden Mütter und Großmütter!

Die Einigkeit unter den Frauen wurde in Europa systematisch gestört, ganz besonders durch die erfolterten Denunziationspraktiken während der Frauen-als-Hexen-Verbrennungen, deren Hochphase noch keine 400 Jahre her ist.

Um die Weiblichkeit zu heilen - um ihre Wertigkeit und ihre Bedeutung zu erkennen und sich diese dann auch nehmen - ist ein Blick auf die feminine Geschichte und Kultur erforderlich. Sie ist verschüttet aber nicht verloren. Dahin wollen wir schauen.