Leben in Balance

Trance - Tanz -Seminar
Beginn: , 25. 2018 13:00
Ende: , 25. 2018 20:00

Kurzbeschreibung

Seminar zum Thema Balance mit meditativer und tänzerischer Umsetzung. Begleitet werden die Tänzer vom Live Percussion Ensemble “Axé” mit afrobrasilianischen Rhythmen. Eine spannende Ergänzung dazu werden Legenden und Informationen zur Yoruba-Kultur sein, eine der ältesten rein mündlich überlieferten spirituellen Traditionen.

Tänzerische oder musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Seminarende: 20 Uhr - danach gemeinsames Essen (bitte Essen und eigenes Geschirr/Besteck mitbringen)


Ablauf

Dozentinnen:
Veronika Wolf, Percussionistin, systemische Beraterin
Nancy Golub, Pädagogin, systemische Beraterin, Yogalehrerin
Gabriela Muntenbruch, System. Coach NLP; Regisseurin
Birgit Weidmann, Künstlerin, Autorin
4 Musiker/innen

Kinderbetreuung:     13 - 20 Uhr - bitte unbedingt vorher anmelden

Veranstaltungsort:    Neuwagenmühle, 56370 Kördorf,

Anfahrt: www.neuwagenmuehle.de/?mode=misc&page=directions
Es kann mit dem Auto bis zur Mühle gefahren werden, Parkmöglichkeiten sind auf dem Hof.

Besonderheit:
Der Veranstaltungsort liegt sehr abgelegen in der Natur und bietet für diese Arbeit das passende Ambiente.
Die Veranstaltung findet bei entsprechendem Wetter in der freien Natur statt, sonst in einer Remise.
Der Ort liegt mitten im Wald an einem Bach. Hier kann das naturverbundene Lebensumfeld erahnt werden.
Bitte entsprechend wettergeeignete Kleidung anziehen!

Kursgebühr:
25/30/35 €, Selbsteinschätzung
Die Preise können so niedrig gehalten werden, da eine Projektförderung des Land Rheinland Pfalz mit einfließt

Anmeldung:
Um Anmeldung wird gebeten
Anmeldung bei Veronika Wolf: 0177 2827671
oder per Email: biwei(at)spir-ird.de

Verpflegung:
Getränke sind käuflich zu erwerben, Wasser und Tee ist frei
Essen bitte für ein gemeinsames Buffet mitbringen.

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Wir freuen und auf Euch!

Veronika, Nancy, Gabriela und Birgit

Inhalte, Anliegen und Ziel:In indigenen Sakralkulturen und allen spirituellen Traditionen wird die jeweils verehrte spirituelle Kraft als ein Teilaspekt des Lebens verstanden. In den sogenannten animistischen und indigenen Kulturen Afrikas, so auch in der Yoruba-Kultur aus Westafrika gibt es die Urgöttin und Urmutter Yemanja, Göttin des Meeres und den Urgott des Himmels und der Ordnung Oxalá. Beide existieren gleichwertig nebeneinander. Nur gemeinsam können sie Schöpfung vollbringen. Als dritte grundlegende und essentielle Kraft gilt die Natur mit ihrer Weisheit und der ihr ureigenen Kraft der Balance, die die in allen Menschen zugrunde liegenden Polaritäten in Balance zu bringen

Die Yoruba-Stämme wurden als Sklav/innen in die Neue Welt verschifft. Außerhalb von Afrika leben sie heute vor allem in Brasilien und Kuba. Ihre Sakralkultur haben sie mitgenommen. Sie vermischten ihre Kultur mit den Einflüssen der ortsansässigen indigenen Stämme und dem Christentum.

Die gesellschaftliche Gleichwertigkeit von Frauen und Männern hängt mit der gelebten Volksphilosophie zusammen. Diese ist immer durch spirituelle Grundeinstellungen untermauert. Aufgaben der gesellschafts-formenden Kulturarbeiten werden gleichermaßen von Frauen wie Männern geleitet und durchgeführt. Das Leitbild der Geschlechter in der hier thematisierten metaphysischen Kultur der Afrikaner war ausgewogen. Eine Kultur der Frauendiskriminierung und Männer- bzw. männliche Elitenerhöhung war ihnen unbekannt. Das Gefälle zwischen den Geschlechtern - das wir aus den monotheistischen Ein-Mann-Gott-Religionen und den darauf aufbauenden Kulturen kennen mit ihren rein am männlichen Leitbild orientierten Lebens- und Arbeitsfeldern - kannten sie so nicht.

Die Beschäftigung mit der Yoruba-Kultur stärkt die Selbstbestimmung und Selbstbehauptung von Frauen - und von Männern - in allen Bereichen des privaten und gesellschaftlichen Lebens, da sie für die Geschlechterrollen sensibilisiert - aus dem interkulturellen Vergleich heraus. Nach wie vor ist es für uns noch immer schwer eine Gleichstellung unter den Geschlechtern wirklich zu fühlen und zu leben. Die spirituelle Kultur der Yoruba lehrt: es braucht beide Pole - den weiblichen, vertreten durch Yemanja und den männlichen, vertreten durch Oxalá - um etwas  entstehen zu lassen. Durch die Verschmelzung beider Pole entsteht z.B. Schöpfung, Leben, eine lebendige und wirkende Kultur, Musik, Rhythmus usw.. Ossain verkörpert das Prinzip der Balance zwischen den Polen.

Die Sakralkultur der Yoruba ist von Rhythmen, Trancetänzen und Ritualen geprägt. Jede Gottheit hat ihren eigenen Rhythmus und ihre eigene Kraft. Im Kurs beschäftigen wir uns mit Ossain, Gott der Naturweisheit. Er verkörpert den Charakter und das Prinzip der Balance.
Sie ist die notwendig um die Polarität lebendig und gesund zu erhalten. In Ossains Rhythmus erspüren wir die große allumfassende Kraft der Naturgesetze, die zwischen den Polen immer zum Ausgleich streben.
 
Um die Gleichstellung von Frau und Mann am Beispiel dieser afrikanisch-brasilianisch-kubanischen Kultur für sich selbst erfahren zu können, wird in diesem Kursangebot der Bildungsvortrag mit den Rhythmen und Bewegungen der jeweiligen Gottheit verbunden. Dabei geht es darum die Balance unter den Geschlechtern und zwischen den Polen sowie zwischen Erde und Umwelt erfahrbar zu machen.

Die Teilnehmer/innen sind eingeladen selbst zu tanzen sowie an anderen naturnahen Übungen teilzunehmen. Der Veranstaltungsort liegt sehr abgelegen in der Natur und bietet für diese Arbeit das passende Ambiente.

Bild rechts oben: Gemälde von Sita Otto
 

Die Seele uralter Zeiten weht gleich einem Hauch durchs Jammertal